In der protestantisch geprägten Gemeinde Thalmässing in Mittelfranken steht die einzige katholische Kirche etwas abseits der Hauptstraße auf einem grünen Hanggrundstück – ohne Bezug zur umgebenden kleinteiligen Wohn- und Gewerbebebauung. Mit dem Bauvorhaben, der kleinen Kirche ein Pfarr- und Jugendzentrum hinzuzufügen, ergab sich die Chance, die städtebauliche Situation neu zu definieren: Zwischen Kirche und Neubau spannt sich nun ein trapezförmiger, abgetreppter Platz, der Alt und Neu verbindet und gleichzeitig neue Wegeverbindungen schafft. Im 2001 ausgelobten Wettbewerb war eigentlich ein Grundstück gegenüber der Kirche vorgesehen. Weil die Architekten jedoch den Blick auf das Eingangsportal mit dem großen Volumen nicht verstellen wollten, platzierten sie das neue Gebäude an der Seite. Der schmale Betonriegel steht in respektvollem Abstand zu der neobarocken Kirche und nimmt sich in seiner äußeren Erscheinung zurück. Um eine möglichst geringe Gebäudehöhe zu erreichen, wurden die Räume ihrer Höhe nach dem Hang folgend angeordnet.
