Zunächst schien es unmöglich, in dem kleinen Apartment in Manhattans West Village ein Studio für einen Grafiker einzurichten, ohne Wohnraum oder Schlafzimmer zu opfern. Die Architekten lösten die Aufgabe, indem sie die Trennwand zwischen den Räumen durch einen beweglichen, hölzernen Einbau ersetzten, der es erlaubt, das Wohnzimmer mit wenigen Handgriffen in ein vollwertiges Büro zu verwandeln. In der »Ruheposition« erscheint das 4 Meter lange und 2,45 Meter hohe Möbel als ringsum geschlossene, massive Box, die den Schlafbereich abtrennt, an beiden Enden jedoch Durchgänge frei lässt. Eine Öffnung mit schrägen Laibungen bietet eine zusätzliche Sichtverbindung. Neben dem Bett lassen sich Nachttische ausklappen, und im Wohnraum kragt eine niedrige, gepolsterte Bank als Sofa und Gästebett aus dem Möbel. Nach dem Öffnen der großen Falttür, in »Arbeitsstellung«, wird der Wohnraum zum Büro. Das Sofa gleitet zur Seite und verbirgt sich hinter der Falttür. Stattdessen kommen zwei vollwertige Arbeitsplätze zum Vorschein. Der Esstisch lässt sich, in einer Schiene entlang der Wand geführt, zur Seite schieben und wird zum zusätzlichen Arbeitsplatz. Abends, nach der Arbeit, wird die Falttür geschlossen, das Sofa kehrt automatisch in seine Position im Wohnzimmer zurück, und alle mit der Arbeit verbundenen Dinge verschwinden in der hölzernen Box.
