Apotheke in München

In der Münchner Altstadt nahe dem Hofbräuhaus wurde ein ehemaliges Modegeschäft in eine Apotheke umgebaut. Die Fassade des denkmalgeschützten Eckladens konnte weitgehend erhalten und um einen zweiten Zugang erweitert werden. Gemäß der Entwurfsidee »Apotheke als Schaufenster« erlauben zwei Glastüren und zwei große Fenster ungehinderten Einblick in den Verkaufsraum. Die Funktion der Auslage übernimmt das von außen gut einsehbare, raumhohe Regal aus rot lackiertem Holz an der Rückwand. Mit seiner geschwungenen Form trennt es Verkaufsraum und Arbeitsbereich geschickt voneinander ab und verleiht dem Innenraum, trotz minimaler Dimension, einen großzügigen Charakter. Auf der Rückseite sind Arbeitstische in das Möbel integriert. Hier stellen die Mitarbeiter Arzneien und Salben her; durch eine getönte Scheibe können sie den Verkaufsraum überblicken. Vom Arbeitsbereich führt eine Treppe in das Obergeschoss mit Büro, Aufenthaltsraum, Labor und Lager. Außerdem befindet sich hier der Kommissionierer, ein computergesteuerter Automat, der bis zu 6000 Medikamente auf 7 m² Grundfläche verwaltet – wie ein Hochregallager in Miniaturformat. Per Mausklick gelangt die gewünschte Arznei über die Medikamentenrutsche in das Erdgeschoss. Durch diese Lagerhaltung können die Flächen effizient genutzt werden.

Apotheke in München
© Markus Traub