Angegliedert an den "Viaduc de la Bastille" mit seiner grünen Promenade wurde dieser innerstädtische Grünbereich auf dem Dach einer siebengeschossigen Parkgarage angelegt. Deren Zugang befindet sich, funktional unabhängig von der Anlage, in einem Bogen des Viaduktes. Platz und Garten sind zwar sowohl von der Promenade auf dem Viadukt als auch von der Straße aus zugänglich, liegen aber dennoch durch eindeutige Grenzen, wie z. B. den Bambusgürtel, von ihrer Umgebung getrennt und verfügen dadurch über einen ruhigen und geschützten Charakter. Der mit Ziegeln belegte Platz mit seinem Ahornhain nimmt die Materialien des angrenzenden Viaduktes auf und bezieht sich in der Strenge seiner Gestaltung auf die Haussmannsche Architektur der Avenue Daumesnil. Das Motiv der Quellbrunnen und Wasserrinnen vermittelt optisch und akustisch die Präsenz von Wasser als Grundlage aller Natur. Die Erdschicht auf dem Dach der Garage wurde mit einer Stärke von zwei Metern eingeplant, um einen großzügigen Baumbewuchs zu ermöglichen.
