Der Viadukt stammt aus dem Jahr 1859 und wurde bis 1969 als Trasse für eine Stadtbahn genutzt. Das ursprüngliche Konzept sah offene, frei zu durchschreitende Bögen vor. Straßen wurden mittels Stahlbrücken mit gusseisernen Pfeilern überquert. Die Stadt Paris kaufte den Viadukt 1986 mit dem Ziel, ihn grundlegend zu sanieren und zwei neue Nutzungsmöglichkeiten zu schaffen: zum einen eine grüne Promenade für Fußgänger auf dem ehemaligen Gleisbett und zum anderen ebenerdig gelegene Läden, in erster Linie für das in diesem Viertel traditionell ansässige Kunsthandwerk. Nach der Entfernung, aller im Laufe der Zeit entstandenen Auf- und Einbauten wurden auf der Oberseite Erdreich und Pflanzen eingebracht. Mit Wegen und Wasserbecken, Pergolen und Bänken wurde die Promenade abwechslungsreich gestaltet. Die Bögen des Viadukts wurden, um ihren einstigen offenen Charakter wiederherzustellen, mit weit zurückliegenden, leichten Glasfassaden versehen.
