Deutsches Architektur Zentrum Berlin

Die Luisenstadt war geprägt durch eine dichte Besiedlung und eine starke Durchmischung von Wohn- und Gewerbenutzung. Als ortstypische Bauform ist das zur Straße orientierte Wohnhaus mit Seitenflügeln und Quergebäuden und die im Blockinnern liegende Fabrik vorherrschend. Auf dem Grundstück des ehemaligen Magistratsholzmarktes an der Köpenicker Straße wurden um 1903 ein Vorderhaus und ein fünfgeschossiges Fabrikgebäude mit sechs Höfen errichtet. Im Krieg stark zerstört, war die Anlage nur noch rudimentär erhalten. Mehrfach umgebaut und neuen Nutzungen angepasst, hat die Substanz während der letzten 50 Jahre sehr gelitten. Die Formensprache des Historismus ist jedoch noch präsent. An der Westflanke war die Struktur durch Abriss eines Bauteils empfindlich gestört.

Deutsches Architektur Zentrum Berlin
© Wilmar König