Kinderzentrum in Paris

Entgegen dem ursprünglichen Bebauungsplan brachten die Architekten die drei sozialen Einrichtungen - Kinderkrippe, Kindergarten und Räume für das Straßenreinigungspersonal- in einem einzigen mehrgeschossigen Bau unter. Die ungewöhnliche Situation der übereinander angeordneten Räumlichkeiten wird durch einen großen Hofbereich und Terrassen in den oberen Geschossen kompensiert. Es war nicht einfach, für dieses Gebäude ein akzeptables Gittertor zu entwerfen. Üblicherweise werden die französischen Schulgebäude mit schweren Faltgittern oder Metallrolltoren geschlossen, wenn sie nicht benutzt werden. Die Idee war, ein in das Gesamtkonzept integriertes Element zu schaffen. Es sollte weder eine simple Abschirmung sein noch einen abweisenden Charakter haben. Auch sollte in städtebaulicher Hinsicht die generell angestrebte Transparenz zum benachbarten Park erhalten bleiben. Schon der erste Vorschlag sah einen Verschluss in Form eines vertikalen Schiebeelements aus Sicherheitsglas vor. Es wurde jedoch vom Bauherrn wegen des mangelnden Abschreckungseffekts kategorisch abgelehnt. Dann entschied man sich zu großen Einheiten aus verzinkten Stahlgitterrosten, wie sie übrigens schon auf der Südseite als Sonnenschutz benutzt wurden. Um das Gitter ausreichend zu stabilisieren, ohne es zu stark dimensionieren zu müssen und auch um einen Notausgang integrieren zu können, wurde ein Stahlrahmen mit aufgesetzten Paneelen vorgesehen.

Kinderzentrum in Paris
© Mario claire Bordaz