Auf die besondere Lagesituation des Gebäudes - eine stark befahrene Straße im Süden und neuer städtischer Siedlungsraum im Norden - wird mit zwei unterschiedlich ausgebildeten Längsfassaden reagiert. So folgen auf der Erschließungsseite nacheinander sich ändernde räumliche Fassungen des Zugangs, die durch ihre Differenziertheit Kontakt mit der zukünftigen Nachbarschaft aufnehmen werden. Zur Stadt, nach Süden, zeigt sich das Haus als Großform, deren Gestalt aus der Stapelung zweier Maisonette-Wohnungen resultiert. Es werden einfache, für jeden verständliche Bilder benutzt: Die Erschließungszone ist um drei Stufen zur Wohnstraße angehoben, die zum Sitzen in der Abendsonne einladen. Das erhöhte Zugangsplateau signalisiert dem Fremden, dass hier der öffentliche Bereich endet. Der nachfolgende Raum ist verdichtet durch die begrenzenden Stahlbetonstützen und die Überdeckung durch den Laubengang. Hier entstehen ein Kommunikationsraum für die Nachbarschaft und ein Platz zum Spielen für die Kinder. Die Eingangsnische wird geprägt von der betonierten Sitzbank, dem Briefschlitz in der Tür und den Leuchten darüber. Der 2,80 m breite Laubengang im Obergeschoss ist groß genug, um mehr zu sein, als nur Erschließungsfläche. Er ist geeignet als Begegnungsraum, Aufenthaltsraum, Spielraum, Essplatz im Freien und vieles mehr.
