Die Treppe führt in den ausgebauten Dachraum eines im Jahr 1912 errichteten Wohnhauses. Äußerst beengte Raumverhältnisse führten zu einer platzsparenden, kompakten, dabei leichten, freistehenden Konstruktion. Die unteren Stufen sind über ca. 110° verzogen, die oberen 5 Stufen sind in eine vorhandene Wand eingeschnitten. Um die Kopffreiheit noch zusätzlich zu vergrößern und den Treppenraum zu belichten, ist zwischen den Sparren ein schmales, nahezu über die gesamte Dachhöhe reichendes, festverglastes Metallsprossenfenster angeordnet. Drei lineare Träger bilden das Gerüst des unteren Treppenteils: Zwei Flachstahlpaare zeichnen rechtwinklig den Richtungswechsel der Stufen nach, der dritte, ein Rundstab, gleichzeitig Handlauf, definiert - schräg in den Dachraum hinaufführend - die Rotationsachse des Stufenverzuges.
