Ateliergebäude in Paris

Das Ateliergebäude liegt auf einer 234 m² großen Parzelle inmitten einer großen Wohnanlage aus den frühen 80er Jahren. Das Grundstück ist zwischen den mit Hoch- und Tiefbauwerken belegten Flächen und öffentlichen Freianlagen übriggeblieben und als Brache verwildert. Klagen aus der Nachbarschaft veranlassen die Stadt, eine Planungsstudie in Auftrag zu geben. Das Ergebnis ist die Planung und Realisierung von 6 Künstlerateliers. Der bewusste Einsatz von Holz als primärem Baustoff führt zu einer formal völlig eigenständigen Gebäudeformation, die sich im vorhandenen Umfeld durchaus behauptet. Das Holzskelett basiert auf einem Raster von 2,65 x 2,65 m. Die Querschnitte der Pfosten und Riegel betragen 20 x 20 cm. Die Fassaden folgen in ihrer strengen Aufteilung dem klaren Raster im Grundriss. Die großzügige Lichtführung entspricht den Anforderungen der besonderen Nutzung. Die Materialpalette ist bewusst klein gehalten. Neben den schichtverleimten Balken des Tragwerks mit den sichtbaren Verbindungsbolzen prägen transparent und transluzent verglaste Fensterfelder mit schmalen Rahmen aus unbehandelter, roter Zeder und großflächige, kunststoffbeschichtete Schaltafeln das äußere Erscheinungsbild.

Ateliergebäude in Paris
© P. Tourneboet