Kritisch betrachtet: Licht und Schatten

Die neue holländische Botschaft in Berlin von Rem Koolhaas kann nicht überzeugen. Koolhaas und Berlin, das war vor Jahren eine unendliche Geschichte für die Architekturszene. 1992 verließ der Star im Zorn die Jury zum Sony-Center, weil er mit der ganzen Linie nicht einverstanden war (»Massaker an Ideen«) und zog unter Mediengetöse aus der Stadt. Die Geschichte kam wieder aufs Tapet, denn es ist Journalistenart, aus einem Disput, wie er zwischen dem charismatischen Koolhaas und dem sperrigen Senatsbaudirektor Hans Stimmann bestanden hatte, immer wieder Funken zu schlagen. So war alle Welt gespannt, wie Koolhaas den Berlinern zeigen würde was eine Harke ist. Doch Stimmann und Koolhaas sind längst per du, und Helmut Jahns Sony Center findet Koolhaas gar nicht so übel.

Kritisch betrachtet: Licht und Schatten