In Detail Nr. 5/1992 wurde bereits die Sanierung und Umnutzung der historischen Donaukaserne behandelt, insbesondere der Einbau des Museums für konkrete Kunst im Mittelabschnitt des 160 Meter langen Gebäudes. An der westlichen Schmalseite befindet sich an der Kreuzung Donaubrücken-Tränktorstraße ein kleiner, leicht geneigter Vorplatz. Die Höhendifferenz zur Erdgeschoßebene beträgt 1,15 m. Die sparsam befensterte, verputzte Wandfläche erhält mit dem neuen Eingang ein kontrastierendes feingliedriges Gestaltungselement. In Materialauswahl, Maßstab und Ausformung werden Teile aus der Umgebung aufgenommen (z. B. Naturstein der Umwehrung des Brückenkopfes). Der massive Treppensockel aus Beton ist mit gestockten Bockstufen aus Granit belegt. Die mit Muschelkalk verkleidete Brüstung steht im Kontrast zum filigran in Stahl ausgeführten Podest mit Geländer und Vordach. Die frei auskragende Konstruktion wird aus umlaufenden I-Profilen gebildet. Das sprossenlose, punktweise gehaltene Glasdach wird von schmalen Winkel- und Flacheisenprofilen getragen.
