Evang.-Luth. Kindergarten Manching

Der von Prof. Werner Eichenberg 1966 im Bau des Gemeindezentrums Christuskirche integrierte Kindergarten war zu klein geworden. Ein Erweiterungsbau auf dem Grundstück hatte sich nicht nur mit dem strengen und fast asketischen Satteldachkörper des Gemeindezentrums und dem querstehenden Pultdachkörper von Garage und Spielhalle auseinanderzusetzen; die Baumreihe an der Westgrenze war zudem so mächtig geworden und als Windschutz so wichtig, dass unter Abzug der Bewohnergärten im Norden nur eine dreiecksförmige Grundstücksfläche für den Neubau zur Verfügung stand. Auf die Strenge des Bestandes sollte in klarer aber unprätentiöser Weise geantwortet werden: eine »Straße« mit Eingängen zu Gemeindehaus und Kindergarten, ein »Gartengebäude« mit niedrigen Traufen, so versetzt, dass mit der Spielhalle ein gefasster Platz entsteht, der über das vorgelegte Spieldeck wieder Anbindung an das Obergeschoss findet; ein Holzbau mit einer nicht massiven, eher spielerischen »Verkleidung« aus Holzwerkstoffen, mit einer besonderen Dachform, die man aus den Überlegungen zur Zweigeschossigkeit und der Vorstellung einer eher geduckten, weichen Hülle entwickelte.

Evang.-Luth. Kindergarten Manching
© Franz Wimmer