Das neue Kulturzentrum in der jütländischen Stadt Randers wurde in dem stillgelegten Elektrizitätswerk und in einer in der Nähe liegenden Reithalle untergebracht. Die unterschiedlichen Gebäude des Elektrizitätswerks entstanden in der Zeit von 1906 -1960 und beherbergen heute u. a. einen Theatersaal, einen Konzertsaal und ein Cafe. Die etwa 100 Jahre alte Reithalle, die bis zu 1800 Besucher aufnehmen kann, dient für größere Veranstaltungen wie Rockkonzerte und Ausstellungen. Nach der Umnutzung der zugehörigen Kaserne wurde sie jahrelang als Fabrikgebäude zweckentfremdet, was entscheidend zu ihrem schlechten Zustand beitrug. Wegen eines starken Pilz- und Fäulnisbefalls bedurften vor allem das Dach und die Außenwände einer umfassenden Renovierung, wobei über 20.000 Ziegel ausgewechselt und das restliche Mauerwerk einer gründlichen Reinigung unterzogen wurden. Das angefügte Stallgebäude musste fast vollständig erneuert werden. Die Fassaden wurden im wesentlichen in ihrem ursprünglichen Zustand wiederhergestellt, die historischen Eingangstüren nach alten Zeichnungen rekonstruiert. Die Türmchen bekamen neue schmiedeeiserne Helme, die nach dem Vorbild der alten, weitgehend verrosteten, gefertigt sind.
