- Frank Kaltenbach
Als »Mantarochen, der sich aus den Tiefen der Meere kommend, in einen Vogel verwandelt und in die Lüfte schwingt« beschreiben Massimiliano und Doriana Fuksas ihren Entwurf für das neue Terminal 3, den sie gemeinsam mit den Ingenieuren Knippers Helbig und Beijing Institute for Architectural Design (BIAD) realisiert haben. Mit dieser Erweiterung kann der Flughafen der südchinesischen Stadt Shenzhen 40 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen und ist damit der viertgrößte Chinas hinter Beijing, Shanghai und Guangzhou. Ende November 2013 wurde der erste Bauabschnitt mit 62 Gates eröffnet: Ein eineinhalb Kilometer langes Bauwerk mit einer Bruttogeschossfläche von 450.000 m² und einer Kapazität von 24 Millionen Fluggästen pro Jahr – in weniger als sechs Jahren nach der ersten Phase eines mehrstufigen Auswahlverfahrens der Architektenteams. Im Gegensatz zu Deutschland scheinen in China Großprojekte reibungsloser zu verlaufen. Doch woran liegt das? An unterschiedlichen politischen Strukturen oder mehr Kompetenz im Prozessmanagement?
