Die Errichtung eines Leuchtturms am Eingang von der Ostsee in den Bottnischen Meerbusen stellte den Architekten vor eine anspruchsvolle Aufgabe. Um die gefahrvolle Untiefe an dieser Stelle zu kennzeichnen, musste der Leuchtturm mit einer Senkkastengründung auf den hier nur 13,5 m tiefen Meeresboden gesetzt werden. Das besondere Merkmal dieses stählernen Turms ist seine Filigranität, die den bis zu 14 m hohen Wellen, den über 250 Seemeilen ungehindert heranstürmenden Winden und der Reibung durch das 1,80 m starke Packeis eine extrem niedrige Angriffsfläche bietet. Damit die gewaltigen Schwingungen, die sich andererseits aus dieser Schlankheit entwickeln die Konstruktion und Funktion des Leuchtturms nicht gefährden, ist der Teil über der Wasseroberfläche mit sechs 5 m hohen Rundstahl-Stützen auf Federlagern beweglich mit der konischen Betonsäule unter der Wasseroberfläche verbunden. Der Zugang ist von der Luft her über die Hubschrauberlandeplattform sowie von der See her über eine Anlegestelle möglich.
