Die Zentrale versorgt den neuen Flughafen München II mit Wärme, Kälte und Strom. Diese Energien werden entweder in der Versorgungszentrale erzeugt oder aber - wie im Falle der Fernwärme und der 100 KV Überland Stromleitung - auf ein für die lokalen Bedingungen vertretbares Maß heruntertransformiert. Das Gebäude besteht aus drei aneinandergebauten Zeilen. In der 1. Zeile sind Transformatoren und Schalträume für die Einspeisung in ringförmige Hauptstromverteilungswege enthalten. In der 2. Zeile befindet sich die Kälteerzeugung. In der 3. Zeile sind das Blockheizkraftwerk zur Wärme-Stromerzeugung und an dem anderen freien Ende ist die Wärmeerzeugung mit Heizkesselanlagen bzw. die Umspannungsanlage der Fernwärmeversorgung enthalten. Dazwischen liegt in dieser Zeile die Wärmeverteilung, die Wärmespeicherung, Schalträume und die Steuerzentrale. Außer dieser Zeile sind alle anderen flexibel an Bedarfserweiterungen angepasst. Das Gebäude ist eine Stahlbau-Betonmischkonstruktion, ganz unterkellert und bis auf die Bereiche der Schalträume, Sozialräume und Leittechnik eingeschossig. Da aus der eingeschossigen Hallenkonstruktion über dem Kellergeschoß nur wenig Auflast entsteht, wurde unter Berücksichtigung der Grundwassersituation im Erdinger Moos eine entsprechend schwer ausgebildete Wanne vorgesehen.
