Richtig bewusst wurden mir Glasbausteine als ich per Zufall neben dem Haus Clarte von Le Corbusier in Genf wohnte. Ich war 18 Jahre alt und arbeitete als Praktikant bei einem Architekten. Lichtdurchlässige Wände, anders als transparente Gitter, aber auch anders als Milch- oder Kathedralgläser, irgendwie fühlte ich eine Verwandschaft zu Drahtglas, aber die Solidität faszinierte mich. Wie lieblos verwendeter Beton in Kellerräumen oder Militärbauten, sehe ich überall lieblos verwendete Glasbausteine. Wo immer durch einen Trick noch etwas Licht in ein Untergeschoß gebracht werden soll, wurden einige Glasbausteine eingemauert. Da liebloses Bauen meist auch gedankenlos betrieben wird, ist es nicht erstaunlich, dass Glasbausteine meist auch vorprojektierte Bauschäden beinhalten.
