Der historische Gebäudebestand des Wasserschlosses befindet sich anstelle einer mittelalterlichen Schutzanlage im Mündungsgebiet zwischen den Flüssen Ise und Aller. Im 16. Jahrhundert wurden um den ungleichmäßig trapezförmigen Schlosshof nacheinander Torhaus, Ablagerhaus, Kommandantenhaus, Kapelle und Wirtschaftsgebäude, umgeben von Wallanlagen und vier Bastionen sowie einem Wassergraben, als gut befestigter Fürstensitz errichtet. Bauherren waren Herzöge von Celle und Braunschweig-Lüneburg, als maßgeblicher Architekt wirkte der auch am Celler Schloss beteiligte Michael Clare mit. Dieses dem Ideal des Renaissanceschlosses verpflichtete Konzept ist jedoch regional beeinflusst, in vielen Einzelformen noch mit gotischen Profilierungen der Gewände und Gewölberippen versehen.






