Das Restaurant in Manhattan, das preiswertes peruanisches Essen anbietet, belegt die unteren Ebenen eines neuen, in Glas und Aluminium gehüllten Wohnblocks. Beim Betreten der von außen kaum sichtbaren Lokalität begibt man sich in eine außergewöhnliche Materialwelt: So ist der Empfang direkt hinter dem Eingang mit gebrauchten Regalböden ausgekleidet, die einst für die Champignonzucht verwendet wurden. Eine Theke aus Marmor kontrastiert mit dem rustikalen Material. Dieses findet sich auch in der Lounge wieder, hier in Kombination mit glänzendem Messing an einer Wand, in der auch die Tür zu Garderobe und Toiletten sitzt. Eine zwölf Meter lange monolithische Bar ist auf einen Boden aus handbehauenem Sichtbeton gesetzt, der in den hinteren Teil des Restaurants führt. Dort bietet sich der Blick in den zweigeschossigen Speisesaal, dessen zentrale Betonstütze ebenfalls von Hand behauen wurde. Wände und Decken sind in ein Gewebe aus Ocotillozweigen gehüllt. Diese Wüstenpflanze wächst im Norden Mexikos, wo die Zweige geschnitten und sechs Monate in der Sonne getrocknet wurden. Weil die Restfeuchte dennoch zu hoch war, um die Rinde abzuziehen, mussten die Zweige in New York noch zwei Wochen im Ofen nachtrocknen. Erst dann konnten sie auf der Baustelle von 30 Arbeitern entrindet, gesäubert und geflochten werden.
