Jugendbegegnungsstätte in St. Georgen/Freiburg

Dem Programm einer offenen Begegnungsstätte entsprach der Entwurf mit freien architektonischen Formen, deren Ansatzpunkt nicht die auf dem Reißbrett entwickelte Funktionsplanung war, sondern ein Modell aus Lehm, basierend nicht auf den Vorstellungen eines Hauses sondern auf der Idee einer schneckenförmigen Höhle, in die sich die Jugendlichen zurückziehen können. Diese Erd- und Höhlenarchitektur umschließt einen Binnenhof und gräbt sich mit dem größeren Teil ihres Raumvolumens ein in das ansteigende Baugelände, einen Fußweg-Damm. So wächst von den 31/2 versetzten Geschossen jeweils nur 1 Geschoß aus der Erde. Alle Ebenen sind ebenerdig zu erreichen (Rollstuhlfahrer). Entsprechend dieser Anpassung an die Geländeformation sind die Dachflächen geschwungen und flach nach innen geneigt. Die Anlage - zum Binnenhof ganz transparente Glasarchitektur - wirkt nach außen hin durch die nur mit schmalen, unregelmäßigen Lichtschlitzen versehene Mauerschale mit rundem oberen Abschluss medina-artig geschlossen. Ein Eindruck, der sich verstärkt durch den im Innenhof minarettartig aufragenden Freikamin.

Jugendbegegnungsstätte in St. Georgen/Freiburg
© B. Krupp