Bericht: Festspielpavillon der Bayerischen Staatsoper in München

Rund 130 Jahre ist es her, seit die Bayerische Staatsoper ihren letzten Theaterraum eröffnete. Umso verständlicher, dass der neue, im Rahmen der Opernfestspiele 2010 errichtete Pavillon ein spektakulärer Bau werden sollte. Auf rotem Gummigranulatboden – Assoziationen an den roten Teppich liegen nahe – schreitet man an die expressive Aluminiumhülle heran, in deren Innerem sich eine Blackbox verbirgt. Ausgelegt für 300 Besucher werden dort während der Festspiele verschiedenste Veranstaltungen von Yogakursen über Disco-Abende bis hin zu experimentellem Musiktheater angeboten. Das Programm setzt ein Signal an die Jugend und soll für die Institution Oper begeistern, deren klassizistisches Haupthaus vom Pavillon aus gut zu sehen ist. So schlägt nicht nur das Programm eine Brücke zwischen Tradition und Gegenwart, sondern auch die Architektur.

Bericht: Festspielpavillon der Bayerischen Staatsoper in München
© Christian Schittich