Die kleine Moschee, die der Architekt Emre Arolat in Büyükçekmece am Stadtrand von Istanbul entworfen hat, ist mittlerweile zu einem internationalen Medienstar geworden. Sowohl Tageszeitungen als auch das Fernsehen haben in Deutschland über das ungewöhnliche Gebetshaus berichtet. Allenthalben war noch vor seiner offiziellen Eröffnung am 31. Januar 2014 zu erfahren, dass mit diesem Bau ein neues Kapitel in der türkischen Moscheenarchitektur aufgeschlagen worden sei. Angesichts der Vehemenz, mit der Ministerpräsident Erdoğan die Rekonstruktion historischer Bauformen vorantreibt, die ihren Exzess in einem überdimensionierten Bauprojekt nach dem Vorbild von Mimar Sinans Selimiye-Moschee aus dem 16. Jahrhundert findet, mag man mit dem vergleichsweise bescheidenen Projekt eine leise Hoffnung auf Modernisierung hegen. Wird diese aufgehen?
