Die alte Stadtpfarrkirche von Ornbau im Kreis Feuchtwangen mit schönem romanischen Turm aus Sandstein und interessantem gotischen Chor war viel zu klein geworden (130 Sitzplätze); der Dachstuhl war baufällig und die zweistöckige Empore lebensgefährlich. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege gab das mittlere Langschiff, das künstlerisch nicht sehr wertvoll war, zum Abbruch frei. Zwischen Chor und Turm galt es eine neue Kirche zu planen für ungefähr 500 Sitzplätze. Erschwerende Bedingungen: 1. Der Charakter des alten Ortsbildes mit den überwiegend fränkischen Giebelhäusern musste gewahrt bleiben. 2. Der neue Bau musste sich harmonisch an den Turm und an den Chor anfügen. 3. Die Zahl der Sitzplätze musste, trotz des beengten Platzes in und bei der Kirche, um mehr als das Dreifache vergrößert werden. 4. Der spätgotische Ostchor musste statisch saniert werden. Lösung der Aufgabe: Vier Paar 23 m lange Betonbalken wurden so aneinandergestellt, dass sie einen Giebel bilden, in den auf beiden Seiten je drei kleine Giebel eingefügt wurden. Vom sehr gut erhaltenen romanischen Turm wurde in den unteren Teilen der Verputz entfernt; er wurde frei an das neue Raumgebilde angeschlossen. Auch der zwischenzeitlich verputzte Ostchor wurde außen wieder freigelegt und als selbständiger Bauteil in das neue Gehäuse hineingeschoben.
