Terrassenwohnhaus in Brugg

 - Thomas Madlener

An einem Südhang am Rand der Schweizer Kleinstadt Brugg behauptet sich das neue Terrassenwohnhaus inmitten heterogener Wohnbebauung. Eine umlaufende Mauer aus lasiertem Sichtbeton fasst die sechzehn Eigentumswohnungen zu einer selbstbewussten Großform zusammen, unregelmäßig geknickt reagiert sie auf die Topographie des Hangs. Die Oberflächen der direkten Umgebung – Wiese und Asphalt – stoßen unmittelbar an das Bauwerk. Der Asphalt fließt an der Südostecke bis in die Eingangshalle hinein. Von hier erschließt ein Schrägaufzug die acht Wohnebenen. Direkt darüber führt die als Kaskadentreppe ausgeführte Liftschachtdecke bis zur Gemeinschaftsterrasse mit Spielplatz auf der obersten Plattform. Gemeinsam bilden Treppe und Aufzug das mittige Rückgrat der Anlage, das sich als Betonband deutlich nach außen abzeichnet. Beidseits davon sind die Wohnungen in parallel zum Hang verlaufenden Raumschichten organisiert und über die ganze Breite zu großzügigen Dachterrassen hin orientiert. Dicke, abgeschrägte Betonbrüstungen sowie die äußeren und mittigen Betonmauern schützen diese privaten Freibereiche vor Lärm und Einblicken. Die ebenerdige Parkgarage schirmt das ganze Ensemble, vor allem aber die Dachgärten der untersten Wohnebene von der Straße ab.

Terrassenwohnhaus in Brugg
© Hannes Henz