Bericht: »MPavilion« – Temporärer Pavillon in Melbourne

 - Peter Popp

Auf Tuchfühlung mit dem Konzept »Serpentine«: Seit die Naomi Milgrom Foundation die Idee eines jährlich wechselnden temporären Pavillons nach Melbourne importiert hat, dürfen Besucher der Queen Victoria Gardens jeden Morgen um Punkt acht Uhr ein faszinierendes Schauspiel erleben. Wie eine Blüte, die nach Sonne dürstet, entfaltet sich dann die Gebäudehülle des ersten »MPavilion« und verwandelt den Landschaftspark in einen Ort der Leichtigkeit und Zerstreuung. Mit ihren weitläufigen Rasenflächen und künstlichen Wasserbecken ist die Anlage ein Musterbeispiel für Gestaltung im Sinne der »Picturesque«-Bewegung. Deren ästhetisches Ideal erprobte im späten 18. Jahrhundert die Signalwirkung von Landschaft und Architektur als aufregendes Wechselspiel. Welche Umgebung könnte besser geeignet sein für ein Objekt, dessen spielerische Erscheinung sich mit den Tageszeiten wandelt und dabei die Launen des Wetters berücksichtigt?

Bericht: »MPavilion« – Temporärer Pavillon in Melbourne
© Earl Carter