- Julia Liese
Wie in vielen Städten Oberschlesiens ist die Vergangenheit der rund 310.000 Einwohner zählenden Stadt Katowice eng mit dem Steinkohlebergbau verknüpft. Als identitätsstiftendes kulturhistorisches Erbe der Region hat er markante künstliche Landschaften, Industrieanlagen und Gebäude hinterlassen, die heute brach liegen. Das besondere an der Situation in Katowice ist, dass sich die 1994 aufgegebene Kohlegrube in unmittelbarer Nähe des Stadtzentrums befindet. Mit dem Neubau des bereits 1924 gegründeten Schlesischen Museums bot sich die Chance, dieses große, bislang vernachlässigte Areal mitten in der Stadt neu zu beleben.
