Der Lehrstuhl Professor Gustav Hassenpflug, Technische Hochschule München, stellte im Wintersemester 1960/61 für das Entwurfsseminar die Aufgabe, ein ebenerdiges Einfamilienhaus aus dampfgehärtetem Porenbeton zu entwerfen. Das bei München liegende Gasbetonwerk Josef Hebel war dabei behilflich, in Kolloquien und Diskussionen die besonderen Eigenarten der Bauweise mit geschoßhohen Wandelementen herauszustellen und die entstehenden Schwierigkeiten zu lösen. Die Studienarbeit ging davon aus, daß es beim Bauen mit serienmäßigen Fabrikfertigteilen unbedingt notwendig ist, soweit als irgend möglich die herstellungstechnisch bedingten Konstruktionsformen des Fertigteils bei der Anwendung zu berücksichtigen. Sonderanfertigungen werden unverhältnismäßig teuer und schränken die Vorteile der Fertigbauweise gegenüber den herkömmlichen Baumethoden wesentlich ein.
