In London wird erzählt, dass gleich nach Entfernen der Gerüste von Daniel Libeskinds neuem Postgraduate Centre eine aufgeregte Nachbarin die Feuerwehr alarmierte mit dem Hinweis, der Neubau auf der gegenüberliegenden Straßenseite sei eingestürzt, man müsse nachsehen, ob es Verletzte gäbe. Ob Anekdote oder wahr: Die Geschichte zeigt, dass auch ein Jahrzehnt nach der Hochblüte dekonstruktivistischer Architektur, zu einer Zeit, da in Fachkreisen gezackte Baukörper und schräge Hauswände niemanden mehr irritieren, diese in der breiten Bevölkerung immer noch Aufsehen erregen. Und genau das wollen der Bauherr und sein Architekt.
