Magazin: Hotel in Molenbeek-Saint-Jean

Das ehemalige Industriegebiet am Canal Bruxelles-Charleroi, der die Brüsseler Innenstadt von der Nachbargemeinde Molenbeek trennt, wird derzeit kräftig aufgewertet. Designer-Outlets, Restaurants und neue Wohnbauten ersetzen die ehemaligen Fabriken und Lagerhallen; ein Investor errichtet am Kanal einen Luxus-Wohnturm (»UP-site«) mit 42 Etagen. Bescheidener geht es am Quai du Hainaut 33 zu, wo die deutsche Budget-Hotelkette Meininger ihre Brüsseler Dependance mit 150 Zimmern eröffnet hat. Die 1916 errichtete »Brasserie Belle-Vue« war einst eine der größten Brauereien der Hauptstadt. Nach der Einstellung des Betriebs 2005 erwarb die Gemeinde Molenbeek-Saint-Jean das 1,5 Hektar große Areal gemeinsam mit drei Brüsseler Investoren. Ihr Ziel lautete, den Energiebedarf des Altbaus im Zuge der Umnutzung deutlich zu senken. Ein Flachbau, der das Hauptgebäude vom Kanal trennte, wurde abgerissen, sodass ein großzügiger Vorplatz entstand. Im Gegenzug entwarfen A2M Architectes am Nordostende des Areals einen neuen, neungeschossigen Wohnturm mit 14 Wohnungen im Passivhausstandard.

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