Magazin: Sanierung eines Mehrfamilienhauses in Kapfenberg

Unter dem Kürzel »e80^3« trat vor einigen Jahren ein Team aus österreichischen Forschungseinrichtungen, Fachplanern und Bauzulieferern unter Federführung des AEE-Instituts für Nachhaltige Technologien (AEE INTEC) an, um industriell reproduzierbare Technologien und Konzepte für die energetische Sanierung von Wohngebäuden zu entwickeln. Ihr erstes, durch die Wohn- und Siedlungsgenossenschaft ennstal SG realisiertes Pilotprojekt steht in Kapfenberg in der Steiermark und glich vor dem Radikalumbau Tausenden anderer Mehrfamilienhäuser in Europa aufs Haar: Baujahr 1961, vier Geschosse hoch mit ziegelgedecktem Walmdach, weiß verputzten Lochfassaden und teilweise zurückgesetzten Loggien, deren Balkonplatten wärmebrückenträchtig durchbetoniert waren. Das Kürzel»e80^3« bezeichnet zugleich die Ziele, die das Projektteam mit der Sanierung verfolgte: 80% weniger Heizenergieverbrauch, eine 80%ige Senkung der CO2-Emissionen durch den Gebäudebetrieb und eine 80%ige Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien vom eigenen Grundstück. Ein großes, stählernes »Solarsegel« überspannt das Gebäude und setzt sich vor der Stirnseite im Süden mit optimaler Ausrichtung zur Sonne (72° Neigung) bis zum Boden fort. Darin integriert sind 630 m² Photovoltaik- und 144 m² Solarthermiemodule, deren Ertrag übers Jahr gerechnet den größten Teil des Energiebedarfs (einschließlich Haushaltsstrom) im Gebäude decken soll. Zusätzlich besitzt das Gebäude einen Fernwärmeanschluss, um Lastspitzen beim Wärmebedarf zu decken.

Magazin: Sanierung eines Mehrfamilienhauses in Kapfenberg
© Walter Luttenberger

Unter dem Kürzel »e80^3« trat vor einigen Jahren ein Team aus österreichischen Forschungseinrichtungen, Fachplanern und Bauzulieferern unter Federführung des AEE-Instituts für Nachhaltige Technologien (AEE INTEC) an, um indus­triell reproduzierbare Technologien und Konzepte für die energetische Sanierung von Wohngebäuden zu entwickeln. Ihr erstes, durch die Wohn- und Siedlungsgenossenschaft ennstal SG realisiertes Pilotprojekt steht in Kapfenberg in der Steiermark und glich vor dem Radikalumbau Tausenden anderer Mehrfamilienhäuser in Europa aufs Haar: Baujahr 1961, vier Geschosse hoch mit ziegelgedecktem Walmdach, weiß verputzten Loch­fassaden und teilweise zurückgesetzten Loggien, deren Balkonplatten wärme­brückenträchtig durchbetoniert waren.

Das Kürzel»e80^3« bezeichnet zugleich die Ziele, die das Projektteam mit der Sanierung verfolgte: 80% weniger Heizenergieverbrauch, eine 80%ige Senkung der CO2-Emissionen durch den Gebäudebetrieb und eine 80%ige Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien vom eigenen Grundstück. Ein großes, stählernes »Solarsegel« überspannt das Gebäude und setzt sich vor der Stirnseite im Süden mit optimaler Ausrichtung zur Sonne (72° Neigung) bis zum Boden fort. Darin integriert sind 630 m2 Photovoltaik- und 144 m2 ­Solarthermiemodule, deren Ertrag übers Jahr gerechnet den größten Teil des Energiebedarfs (einschließlich Haushaltsstrom) im Gebäude decken soll. Zusätzlich besitzt das Gebäude einen Fern­wärmeanschluss, um Lastspitzen beim Wärmebedarf zu decken.

Architektur
Nussmüller Architekten
Standort
Kapfenberg (AT)

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