Zehn jüdische Männer, die sich unter einem Dach versammeln, ein Thoraschrein und ein Almemor (Lesetisch) genügen theoretisch, um eine Synagoge zu definieren. Der Begriff geht auf das altgriechische Wort für »Zusammenkunft« zurück, beschreibt also einen Ort der Versammlung. Seit 1990 ziehen viele Immigranten aus der ehemaligen Sowjetunion nach Dresden und die jüdische Bevölkerung der Stadt wächst. Deshalb sollte eine neue Synagoge den 1840 von Gottfried Semper errichteten und 1938 zerstörten Bau ersetzen. Zur Verfügung stand nur ein schmaler Streifen zwischen Straßenbahntrasse und Straße. Die neue Synagoge und das Gemeindehaus sind in zwei autonomen und doch aufeinander bezogenen Baukörpern untergebracht.
