Äußerlich ist dem früheren »Manfield House« am Londoner Strand seine Veränderung kaum anzusehen. Doch bei seiner Wiedereröffnung durfte sich das Gebäude aus den 30er-Jahren mit der bis dato höchsten Bewertung für eine Bürosanierung (82,2%, Note »Excellent«) im Zertifizierungssystem BREEAM schmücken. Das Effizienzstreben war nicht auf die Energie beschränkt: Indem sie eine Baulücke zum Nachbarhaus schlossen und den Aufzugskern verlegten, vergrößerten John Robertson Architects die Büroflächen spürbar und schufen vor allem mehr Arbeitsplätze in Fensternähe. In den natursteinverkleideten Fassaden ließen die Architekten lediglich neue, doppelt verglaste Fenster einbauen. Die wesentlichen Maßnahmen für mehr Energieeffizienz waren gebäudetechnischer Art. Hierzu zählen eine neue Belüftungsanlage mit Luftwärmepumpe zum Heizen und Kühlen sowie hocheffiziente T5-Leuchtstofflampen mit präsenz- und tageslichtabhängiger Steuerung. Die CO2-Emissionen des Gebäudes liegen dadurch fast 50% unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Höchstwert für Neubauten in Großbritannien. Großes Augenmerk wurde auch auf einen nachhaltigen Baustellenbetrieb gelegt. So gelang es, 95% aller Abbruchmaterialien aus dem Altbau vor einer Deponierung zu bewahren. Einziges Manko: Eine Fensterlüftung ist aufgrund der Lage an der innerstädtischen Durchfahrtsstraße nicht möglich.
