Unweit des Ufers der Sagami-Bucht gelegen, inmitten eines beschaulichen Wohngebiets in der Region Shonan, fällt der Kirchenneubau durch seine charakteristisch geschwungene Dachlandschaft ins Auge. Obwohl die Anzahl der Christen in Japan sehr niedrig ist, konnte der 50 Jahre alte Vorgängerbau die Gemeindemitglieder nicht mehr alle aufnehmen. Die Eingeschossigkeit und die ausgewogenen Proportionen der neuen Betonkirche lassen eine harmonische Einbindung in das umliegende Wohnviertel zu. Inspiriert vom Hexaemeron der Genesis sieht der Entwurf der japanischen Architekten eine Dachkonstruktion aus sechs Kreisbogensegmenten aus Stahlbeton vor, die den 175 Quadratmeter großen Innenraum überspannt. Die unterschiedlich großen Kreisbögen und deren spielerische höhenversetzte Anordnung bilden eine spannende unregelmäßige Wellenform.
