Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel

 - Emilia Margaretha

Ein homogenes Konglomerat aus Lager- und Hallenbauten charakterisiert das Dreispitzareal am Basler Stadtrand, das derzeit in ein neues Stadtquartier umgewandelt wird. Während viele der Bestandsgebäude neuen Zwecken gewidmet werden, ergänzen nur wenige Neubauten den ehemaligen Umschlagplatz. So setzt der 47 Meter hohe Baukörper der Hochschule einen neuen städtebaulichen Akzent. Die kühle Fassade aus geschliffenen Chromstahlpaneelen soll auch gestalterisch den Bezug zum Indus-triegebiet herstellen. Aus der Nähe betrachtet bekommt die feingliedrige Gebäudehülle eine textile Anmutung: Durch die Fügung der 30 cm hohen und 300 cm langen Paneele entstehen Wölbungen, die das Licht in verschiedenen Nuancen reflektieren. Das Fassadenkonzept mit unterschiedlich hohen Brüstungs- und Fensterbändern macht die inneren, differenten Funktionen nach außen hin sichtbar. Die ersten drei Geschosse dienen öffentlichen Nutzungen wie Ausstellungen und Cafeteria. In den darüber liegenden Stockwerken sind die einzelnen Institute jeweils auf einer Ebene organisiert, was die Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrenden fördert. Den Abschluss bildet im 8. Obergeschoss die Bibliothek. Ein System aus selbsttragenden Wandelementen verbunden mit Pendelstützen an der Fassade und einer 70 cm hohen Rippendecken-Konstruktion aus Beton bildet die Struktur des Neubaus. Um den rohen Charakter zu unterstreichen, ist die Technik an den Decken offen geführt. Der asymmetrisch im Geschoss liegende Kern nimmt die gesamte Infrastruktur auf und erlaubt eine hohe Nutzungsflexibilität bei der Flächenaufteilung.

Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel
© Valentin Jeck