- Anne Krins
Entlang der Gleise des Nordbahnhofs wandelt sich die für Paris typische Blockrandbebauung langsam in Vorstadtflair mit größeren Gewerbe- und Wohneinheiten. Die neue Bebauung mit einem Sockel aus Gewerbe, Vereinsheim und Kinderkrippe umfasst nahezu einen gesamten Block. Die darauf stehenden Wohngebäude gliedern sich in zwei Baukörper, die den Blockrand im Westen zur Geschäftsstraße und im Osten zu den Gleisen definieren. Sie passen sich in ihren Proportionen und Abmessungen der umgebenden Bebauung an und formen miteinander ein Vis-à-vis. Durch unterschiedliches Fassadenmaterial wird der Kontrast zwischen Blockinnen- und Außenseite unterstrichen: Hellgraues Aluminium bekleidet die städtischen Fassaden, thermisch modifiziertes Fichtenholz die Hof- und eingerückten Fassaden. Durch eine weitere Untergliederung der beiden Volumina gelang es, die meisten Wohnungen von zwei Himmelsrichtungen zu belichten. Entsprechend vielfältig sind die Ausblicke ins Grüne und in den Stadtraum. Um die insgesamt vier Erschließungskerne sind unterschiedlich große 1– 4-Zimmer-Wohnungen angeordnet, die meisten davon haben eine Loggia als privaten Außenraum.
