- Heide Wessely
Es war eine Herausforderung, das 17 Meter tiefe und nur sechs Meter breite Grundstück mit einem Wohnhaus zu bebauen. Weil das Denkmalschutzamt dem im ersten Entwurf vorgesehenen Abriss des Holzcottages nicht zustimmte, wurden zudem umfangreiche Umplanungen nötig. So blieb die Straßenfassade erhalten, der Innenraum wurde entkernt und mit optisch kaum wahrnehmbaren Einbaumöbeln ausgestattet. Durch zwei neue, ins bestehende Dach geschnittene Oberlichter fällt punktuell Licht auf den großen Koch-, Ess- und Wohnbereich. Der Erweiterungsbau aus Beton, Metall und Glas füllt die Restfläche des Grundstücks aus. Er ist nur drei Meter hoch, um Verschattung und Einblicke zu vermeiden. Erschlossen ist der Neubau über einen von Betonwänden flankierten Innenhof. Großzügige, öffenbare Glasfronten in Alt- und Neubau sorgen nicht nur für Licht, sondern führen auch die Innenräume der beiden Baukörper optisch zusammen, deren Außenansichten sehr unterschiedlich sind. Um alle Räume ausreichend natürlich zu belichten, erhielt der Neubau eine verglaste Dachfläche. Individuell steuerbare Paneele aus perforiertem Aluminium sorgen für Sonnenschutz. Sie können in beliebigen Positionen parken. Sind alle Paneele geschlossen, kann die Dachfläche über eine Leiter bestiegen und als Terrasse benutzt werden.
