Wohnhaus in Fredensborg

 - Marion Griese

Da für das weitläufige Grundstück mit altem Baumbestand strenge Bauvorschriften galten, die weder ein Obergeschoss noch eine Erweiterung in der Fläche zuließen, entwickelten die Architekten ein individuelles Konzept für den Umbau des 1960er-Jahre-Bungalows: Eine Reihe verschieden großer Dachaufbauten mit horizontalen Oberlichtern schafft 35 zusätzliche Quadratmeter für Schlafemporen, ein Arbeits- und ein Kinderzimmer. Zwei weitere trichterförmige Volumen über dem Wohnbereich fungieren ausschließlich als Lichtkamine. Schwarze Bitumenbahnen überziehen die Oberflächen, sodass eine einheitliche Dachlandschaft mit skulpturalem Charakter entsteht, die dem Gebäude seinen Namen verleiht: The Roof House. Die bestehenden tragenden Außenwände des Wohnhauses erhielten eine stärkere Dämmschicht, die ehemals rote Vormauerschale wurde durch anthrazitfarbene Ziegel ersetzt. Vollständig aufgeglaste Hoffassaden lassen ein Maximum an Tageslicht in die Räume und sorgen im Zusammenspiel mit den weißen Wänden und hellen Eschenholzböden für ein skandinavisch-leichtes Ambiente. In enger Zusammenarbeit mit den Architekten übernahmen die Bauherren Teile der Planung und Ausführung, sodass trotz knappen Budgets ein Gebäude mit hoher räumlicher und gestalterischer Qualität entstanden ist.

Wohnhaus in Fredensborg
© Stamers Kontor