- Burkhard Franke
Der Baukörper des neuen Hauptbahnhofs von Rotterdam besteht aus zwei ganz unterschiedlichen Elementen und fügt sich dennoch mit einer einheitlichen Gestalt in sein heterogenes städtebauliches Umfeld ein. Die rechtwinklige Bahnsteighalle öffnet sich als zurückhaltender Flachbau zum nördlich gelegenen kleinteiligen Wohnquartier. Zur deutlich großmaßstäblicheren Innenstadt faltet sich das Dach über dem Haupteingang zu einer weithin sichtbaren spektakulären Geste auf. Von dieser Halle aus gelangt der Reisende in die von Läden gesäumte Unterquerung der Gleise, die durch Glasböden beiderseits der Aufzüge mit Tageslicht versorgt wird. Weite Deckenausschnitte für die Rolltreppen lenken den Blick nach oben in die Bahnhofshalle. Diesen lichtdurchfluteten Raum deckt eine vollständig verglaste Hülle. Ihre flach geneigten Glasbänder gehen an der nördlichen Kante direkt in die Fassade über und erlauben schon von den Bahnsteigen aus den Sichtbezug zur Stadt.
