Medizinisches Zentrum in Kuwait City

 - Sabine Drey

Bei der Planung eines medizinisches Zen-trums im Wüstenklima Kuwaits will das Tageslichtkonzept wohl überlegt sein. Das spanisch-kuwaitische Duo AGi architects entwarf einen flachen Baukörper, der die ganze Grundstücksfläche einnimmt, und schnitt Innenhöfe aus dem Volumen. Über die unterschiedlich ausgeformten Höfe, die meist direkt an der äußeren Fassade liegen, dringt natürliches Licht in die Tiefe aller zwölf Abteilungen des Komplexes. Zum Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung und um die Klinik nach außen abzuschließen, dienen perforierte Aluminiumschirme vor den Höfen, die das Licht filtern und dem Gebäude mit ihren ornamentalen goldenen Mustern ein arabisches Flair verleihen. Die dreieckigen Blechmodule wurden in drei unterschiedlichen Positionen an die Stahlkonstruktion montiert und schaffen durch ihre Neigung ein reizvolles Schattenspiel, das das Lochmuster überlagert. Den Haupteingang markiert ein gefaltetes Vordach, an anderen Stellen liegen die Bleche bündig zwischen den mit Naturstein verkleideten Flächen, teilweise treten sie auch plastisch aus dem Baukörper heraus, sodass jede Fassade einen eigenen Charakter erhält. Im Inneren können sich die Patienten unterschiedlichster Kulturen und Sprachräume dank eines Farbkonzepts mit Keramikmosaiken, das in jeder Abteilung variiert, gut orientieren.

Medizinisches Zentrum in Kuwait City
© Nelson Garrido