Bürogebäude in Paris

 - Claudia Fuchs

Im 13. Arrondissement, nahe der südlichen Stadtgrenze, ist auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs das neue Wohnviertel »Gare de Rungis« entstanden. Den östlichen Abschluss des Areals bildet ein langgestreckter, siebengeschossiger Bürobau, der durch seine Form und die für Paris ungewöhnliche Fassadenbekleidung aus Lärchenholz-Lamellen auffällt. Gebogen und mehrfach leicht geknickt, reagiert der 150 m lange Riegel auf die heterogene Umgebung. Eine vier Geschosse hohe Öffnung durchbricht das Volumen, gibt den Blick durch das Gebäude frei und vermittelt zwischen den nördlich angrenzenden gründerzeitlichen Wohnbauten und dem neu angelegten Park entlang der ehemaligen Gleise. Als geschützter Außenbereich, flankiert von Treppen und Balkonen, bildet diese urbane Loggia den großzügigen, kommunikativen Mittelpunkt des Hauses. Es scheint, als wäre der Riegel an dieser Stelle »durchgedrückt«: Er splittert sich in Geschosse auf und bildet eine abgestufte Dachterrassenlandschaft, die direkt von den Büro- und Aufenthaltsbereichen zugänglich ist und den Mitarbeitern zusätzlichen Freiraum bietet.

Bürogebäude in Paris
© Philippe Ruault