Verlagsgebäude in Vanves

 - Jakob Schoof

Mit einem Jahresumsatz von mehr als zwei Milliarden Euro gehört die Groupe Hachette Livre zu den größten Buchverlagen in Europa. Ihr neuer Verlagssitz im südlichen Pariser Vorort Vanves grenzt im Südosten direkt an eine TGV-Bahnlinie. Auf den übrigen Seiten ist das Baugrundstück mit einer heterogenen Mixtur aus kleinen Wohnhäusern, größeren Wohnblocks und Bürogebäuden umgeben. Die Architekten − Sieger eines Wettbewerbs im Jahr 2010 − reagierten darauf mit einem siebengeschossigen Baukörper, der an den beiden Stirnenden seine maximale Breite erreicht, gegenüber den Nachbarn an den Längsseiten jedoch re-spektvoll zurückweicht. Tiefe Einschnitte für Loggien, Innenhöfe, Tiefgaragenzufahrten sowie den Haupteingang an der Nordwestecke gliedern das mehr als 20.000 m² große Gebäude zusätzlich. Statt einer traditionellen Korridorerschließung entwarfen die Architekten abwechslungsreiche, von Geschoss zu Geschoss leicht variierende Rundgänge durchs Haus. Dabei liegen die Büroräume stets an den Fassaden und die Nebennutzungen in den Innenbereichen. Diese »Schwammstruktur« soll auch eine flexible Raumaufteilung zwischen den Abteilungen ermöglichen. Empfang, Ausstellungsbereich und Restaurant im Erdgeschoss öffnen sich zu einem Papyrusgarten an der Südwestseite des Hauses.

Verlagsgebäude in Vanves
© Luc Boegly