Mehrgenerationen-Wohnanlage in München

Auf einer Brachfläche im Südwesten Münchens, wo früher Wanderzirkusse ihre Zelte aufschlugen, ist in den letzten Jahren eine generationenübergreifende Symbiose aus Wohnen und Bildung entstanden. Initiiert haben sie der Trägerverein der örtlichen Waldorfschule und die Münchener Genossenschaft Wogeno, die 2011 einen Wettbewerb für ein neues Schulhaus und einen benachbarten Wohnungsneubau auslobten. Zwar erhielten die Wettbewerbsgewinner bogevischs buero letztlich nur den Auftrag für das Wohnhaus, doch die Komposition der Gesamtanlage trägt noch deutlich ihre Handschrift. Der dreiteilige Schulkomplex im Osten (der künftig um zwei weitere Neubauten wachsen soll) und der z-förmig geknickte Wohnriegel umschließen relativ knapp bemessene Freibereiche. Rainer Hofmann, Mitbegründer von bogevischs buero, vergleicht die Anlage mit einem Dorf in der Stadt, auf dessen zentralem »Anger« die Bewohner in Hochbeeten Gemüse züchten. Im Westen hingegen hält eine Rasenfläche das benachbarte Wohnquartier auf Distanz.

Mehrgenerationen-Wohnanlage in München
Südansicht © Michael Heinrich