Ferienhaus mit Studio in Funabashi

 - Sabine Drey

Der Eigentümer des Einfamilienhauses westlich von Tokio wünschte sich eine Aufwertung des Altbaus, um ihn als Ferienhaus zu nutzen und werktags als Studio zu vermieten. Die Architekten entfernten den Balkon auf der Südseite sowie die bestehenden Fenster und verlängerten die Lochfassade nach oben bis zur Dachterrasse. In 30 cm Abstand dazu errichteten sie eine neue Glasfassade mit Schiebeelementen, die den ungedämmten Bau als leichte thermische Haut abschließt. Im Zwischenraum sorgt ein 8 m hoher Vorhang für Sonnenschutz. So entsteht eine enge Verknüpfung vom neu bepflanzten Garten mit dem Innenraum, die Reflexion des Lichts auf dem Glas sorgt zudem für eine sonnigere Atmosphäre im schattigen Grünbereich. Die Stahlrahmen teilen die dreigeschossige Fassade mit feiner Sprossengliederung horizontal in zwei Hauptteile. Durch diesen Kniff verwandelt sich der mittlere Riegel, der als Schiene für die Schiebeelemente dient, gleichzeitig in die Brüstung für die nun fensterlosen Öffnungen in der Betonwand. Die geschweißten Flachstahlrahmen dürfen sich nur minimal verformen, konnten aber dennoch sehr filigran ausfallen, da sie nur die dünne Floatglashaut und sich selbst tragen.

Ferienhaus mit Studio in Funabashi
© Shingo Masuda+Katsuhisa Otsubo Architects