Mensa mit Fitnessräumen in Gif-sur-Yvette

Mit zahlreichen Forschungsinstituten, Technologiefirmen und Hochschulen gilt das Forschungscluster Saclay rund 20 km südwestlich des Stadtzentrums von Paris als Silicon Valley Frankreichs. Zusätzliche Impulse soll künftig die Universität Paris-Saclay mit 65.000 Studenten und 9000 Wissenschaftlern liefern. Der zentrale soziale Treffpunkt für den im Bau befindlichen Campus wurde bereits nach Entwürfen des Architekturbüros Muoto realisiert. Ihr »Lieu de Vie« (Ort des Lebens) getaufter Neubau vereint auf 4000 m² Geschossfläche eine Cafeteria und eine Mensa, die auch Mitarbeitern der umliegenden Firmen offen stehen, außerdem zwei Fitnessräume im 3. Obergeschoss sowie Verwaltungsbüros und Umkleiden. Auf dem Dach wurden zwei mit Fangzäunen eingehauste Basketballplätze angelegt. Sie sollen rund um die Uhr nutzbar sein, während für Mensa und Cafeteria klar definierte Öffnungszeiten gelten. Statt einer gemeinsamen Eingangshalle erschließt daher ein zentrales, offenes Treppenhaus die unterschiedlichen Bereiche. Die Grundstruktur des Gebäudes gleicht einem Betonregal mit einem weiten Stützenraster von 6,9 × 8,8 m. An der Ostseite kragt das zweigeschossige, verglaste Volumen der Mensa über die beiden zurückgesetzten unteren Geschosse aus. Auch die Großküche für 1000 Gerichte pro Tag liegt — ungewöhnlich für ein Gebäude dieses Typs — im 2. Obergeschoss. Die Längsfassaden erhielten teilweise geschosshohe Schiebeverglasungen mit außen vorgesetzten Stahlgeländern. Zur Verschattung dienen an den besonnten Fassaden außen-, sonst innenliegende Textilrollos.

Mensa mit Fitnessräumen in Gif-sur-Yvette
© Maxime Delvaux