Ein neuer auf das mediterrane Klima abgestimmter Bahnhofstyp entsteht im südfranzösischen Montpellier. Die außergewöhnliche Dachstruktur schafft eine angenehme räumliche und klimatische Atmosphäre im Inneren der Bahnhofshalle und überrascht die Besucher mit einer besonderen Lichtwirkung. Der Bahnhof wird von Hochgeschwindigkeitszügen frequentiert werden, die zwischen Paris, Marseille und Barcelona verkehren. Er liegt inmitten eines Entwicklungsgebiets am Rand der Stadt, am Übergang zur offenen Landschaft. Die weithin sichtbare Bahnhofshalle mit ihren großzügigen Spannweiten liegt über den Gleisen auf einer Plattform, die weite Ausblicke über die umgebende Landschaft bietet. Aufzüge und Rolltreppen führen von dort zur Gleisebene. Statt einer glasgedeckten Halle hatten die Planer um Marc Mimram einen Raum mit einem das Licht filternden und Schatten spendenden Dach zum Ziel. Hierfür entwickelten sie eine raffinierte, modular aufgebaute Struktur aus dünnen perforierten Betonfertigteil-Elementen, die zugleich räumliche, akustische und klimatische Anforderungen erfüllen und das Innere mit dem Spiel der Lichtreflexe am Boden beleben.
