Büroumbau in London

Unkonventionell und umso faszinierender sind die nahezu dschungelartigen, mit unzähligen Pflanzen durchsetzten Bürolandschaften der madrilenischen Architekten selgascano. Mit dem Projekt Holland Park haben sie das dritte Office-Sharing-Konzept seiner Art geschaffen: Nachdem 2014 das erste sogenannte Second Home in einer umgebauten Teppichfabrik im Osten Londons eröffnete, folgte 2017 in Lissabon ein weiteres, diesmal in Form einer in Teilen umgestalteten Markthalle. Auch der neueste Entwurf, der sich im Westen Londons am Princes Place befindet, möchte eine Art informelles Umfeld schaffen, weit ab von herkömmlichen repetitiven Bürogrundrissen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Berufsgruppen zu fördern — darunter globale Unternehmen, Organisationen des öffentlichen Sektors, Start-ups und Wohltätigkeitsorganisationen. Fünf in Gestalt, Nutzung und Stilepochen unterschiedliche Bestandsgebäude verschmelzen dabei zu einer neuen ca. 800 m² umfassenden Einheit. »Es geht allein um den Maßstab bei diesem Gebäude. Klein, jedoch mit einer starken Persönlichkeit gleicht es einem Zirkus. Jeder Raum ist gegenüber den anderen gleichwertig, es gibt keine Hierarchien«, erklären die Architekten.

Büroumbau in London
© Iwan Baan