Kapelle im Erzbischöflichen Ordinariat München

 - Jakob Schoof

Nur wenige Schritte über den Büroflur sind es für die Angestellten des Erzbischöflichen Ordinariats in München, wenn sie sich zum Gebet in die hauseigene Kapelle begeben. Dort jedoch betreten sie eine andere Welt. Fink + Jocher konzipierten Sa-kristei, Gebetsraum und einen kleinen Annex für die Marienverehrung als dreiteilige Sequenz aus abstrakt-weißen Kuppelräumen, deren Größe und Konturen auf den ersten Blick kaum zu erfassen sind. Während die Sakristei indirekt durch Leuchtstofflampen erhellt wird, versorgt ein großes, gekrümmtes Deckensegel den Gebetsraum mit Tages- und Kunstlicht. Tagsüber reflektiert es das Licht, das durch die Fenster einfällt. Wenn die natürliche Helligkeit allein nicht ausreicht, strahlen Halogen-Hochvoltfluter vom oberen Rand der gekrümmten Wandscheiben gegen die Abhangdecke. Das schlichte, matt weiß lackierte Holzgestühl und der Altar aus Carrara-Marmor, ein Werk der Künstlerin Susanne Wagner, fügen sich nahtlos in die monochrome Farbwelt ein. Selbst die zwei Eingangstüren in den Raum sind innen mit weiß beschichtetem Metallblech verkleidet.

Kapelle im Erzbischöflichen Ordinariat München
© Michael Heinrich