Kulturzentrum Amos Rex in Helsinki

 - Barbara Zettel

Auf dem Vorplatz des Lasipalatsi im Zentrum von Helsinki wölben sich amorph geformte Kuppeln zu einer künstlichen Landschaft. Das hügelige Gelände ist das Dach des unterirdischen Museums im Kulturzentrum Amos Rex. Als wolle er sich nicht unter der Erde verstecken, durchbricht der Museumsbau die Asphaltdecke und verwandelt sie zu einem beliebten Treffpunkt. Die mit Betonfliesen belegten Wölbungen laden zum Sitzen, Spielen und Skaten ein. Der Lasipalatsi wurde ursprünglich als temporärer Vergnügungspavillon für die Olympischen Sommerspiele im Jahr 1940 errichtet, die aufgrund des Zweiten Weltkriegs abgesagt wurden. Namensgebend waren die großflächigen Verglasungen der Fassade - Lasipalatsi bedeutet Glaspalast. Die finnischen Architekturstudenten Viljo Revell, Heimo Riihimäki und Niilo Kokko haben ihn im Jahr 1936 entworfen. Der soliden Bauweise und seiner zeitlosen Architektur ist es zu verdanken, dass das Gebäude - entgegen seiner temporären Bestimmung - heute noch steht und zu einem Wahrzeichen Helsinkis geworden ist.

Kulturzentrum Amos Rex in Helsinki
© Hannu Rytky