Alpin Sport Zentrum in Schruns

 - Frank Kaltenbach

Naturverbunden funktional wie eine Berghütte und selbstbewusst wie die alten Patrizierhäuser und Dorfkirchen des Montafons präsentiert sich das neue Alpin Sport Zentrum in Schruns. Im Gegensatz zum tiefer gelegenen Bregenzerwald, der über eine lange Holzbautradition verfügt, dominiert hier das Bauen mit Stein. Lagen aus hellgrauem Calanca-Gneis wechseln sich mit Schichten aus dunkelgrauem Maggia-Gneis ab und verleihen dem Bruchsteinmauerwerk gemeinsam mit braunen und weißen Steinsorten eine lebendige Textur. Stürze aus Sichtbeton, die über den Lochfenstern zu schweben scheinen und nur im Erdgeschoss seitlich ins Mauerwerk eingreifen, unterstreichen die monochrome Farbigkeit. Sie machen sichtbar, dass die tragenden Teile der Außenwand verborgen sind: Hinter dem 24 cm dicken Natursteinmauerwerk sorgt ein tragendes zweischaliges Mauerwerk aus Hochlochziegeln für Bauphysik und Statik: Der leichte 24 cm dicke äußere Ziegel dient als langlebige Wärmedämmung, die Statik übernimmt die innere Schale aus 17 cm dicken druckfesten Ziegeln.

Alpin Sport Zentrum in Schruns
Der archaische Kubus wird durch variationsreiche Öffnungen aufgelockert. Konkave und konvexe Knicke in den Fassaden unterstützen die Bildung der Außenräume und lenken den Blick vom Ortskern in die Berge. © Adolf Bereuter